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Rufmord (von Wulf E. Bley)

 

Schnell sind eines Menschen Glück und Ruf zerstört,

wenn man Schlimmes hat von ihm gehört.

Im Menschen stecken Hass, Verdruss und Neid,

nur selten tut ein Mensch dem andern Menschen leid.

 

Rufmord ist modern, dafür gibt es die freie Presse,

wem das nicht gefällt, bekommt eins auf die Fresse!

Was früher die Inquisition war und tat mit brutaler Gewalt,

geschieht heute häufig durch Medien und Staatsanwalt.

 

Schnell ausgesprochen und verbreitet ist ein Verdacht,

auch wenn man gar nichts Unrechtes hat gemacht.

Wer verdächtig ist, und mag es noch so sehr verwirren,

ist erst einmal schuldig, denn der Staat darf sich nicht irren!

 

Die Medien müssen den Menschen was zum Tratschen geben,

sie wollen schließlich von Sensationen leben.

Und gerne haben die Menschen Sündenböcke,

wie verklemmte Jungs schauen sie gern unter Damenröcke.

 

Fehler der Menschen werden somit schnell begraben.

und sie fühlen sich besser und über Allem erhaben.

Wie gut, dass es genügend Sündenböcke gibt,

die man verachtet, weil man allzu sehr sich selber liebt.

 

Die Medien als vierte Macht, haben sich bestens etabliert,

im Namen der Pressefreiheit machen sie ungeniert,

Gebrauch vor ihrer Allmacht und demagogischen Gewalt.

Inzwischen beugt sich vor ihr sogar manche Staatsgewalt.

 

Seelisch bleibt der Mensch ermordet, einsam und verlassen,

denn Rufmord ist mit dem Gesetz nur schwer zu fassen.

„Gemeinwohl“ ging schon immer vor Individualität,

Menschenrechte beachtete man schon immer viel zu spät.

 

Gerade die Medien verteidigen gerne die Menschenrechte,

doch sie tadeln weder Systeme noch das wirklich Schlechte.

Gewaltenteilung wird schon viele Jahren laufend verletzt,

Regierungen haben die wichtigsten Bereiche politisch besetzt.

 

Auch was man als Richter beruflich kann ist völlig einerlei,

die Hauptsache ist, man war und ist in der richtigen Partei.

„Gesinnungsrechtsprechung“ nennt man diese Urteilerei,

der Gerechtigkeitsglaube des Volkes ist schon lange vorbei.

 

Es gibt laut Gesetz keinen „Freispruch zweiter Klasse“,

doch das Gegenteil verkaufen die Medien der breiten Masse.

Die gesetzliche Unschuldsvermutung ist ein hohes Recht,

doch ihre Verletzung macht aus einem Freien einen Knecht!

 

Den einzigen Vorwurf, den ein Rufmordopfer treffen kann

ist, dass es sich nicht immer verhielt wie ein Ehrenmann.

Denn einen Rufmord kann man letztlich nur dann vermeiden,

wenn Justiz und Medien würden über Privates schweigen.

One Response to “”

  1. on 27 Jun 2011 at 15:11Kalle

    Tolle Seite, gefaellt mir sehr.

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